Minimalismus – Ein Einstieg

Hey meine Lieben 🙂

Seit ca. 2 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Minimalismus und ich muss sagen, es hat mein Leben stark beeinflusst und bereichert 🙂

Warum Minimalismus?

Minimalistisch zu leben, bedeutet, dass man auf Dinge, die das eigene Leben in gewissem Sinne einengen und „zumüllen“, sowie belasten loslässt und mit weniger versucht zu leben. Diese Dinge können Gegenstände sein wie Kleidungsstücke, Bücher, Möbel aber man kann es auch auf beispielsweise Freundschaften, den Beruf, innere Einstellungen, Gewohnheiten und Hobbies übertragen.

Lässt man Dinge los, die einen in diesen Bereichen belasten, fühlt man sich befreiter und klarer.

Dies kann beispielsweise bei Kleidung bedeuten, dass man diese stark auf die Kleidung reduziert, die man auch WIRKLICH liebt und nicht nur „ok“ findet.

Bezogen auf Freundschaften kann dies bedeuten, dass man sich von Freundschaften löst, die einen schon lange belasten und einem keine guten Gefühle mehr bringen.

Wie geht man nun vor?

Hier stellst du dir bei jedem Kleidungsstück die Frage, ob es dir Wert ist, es zu behalten. Es sollte ein positives Gefühl in dir aufrufen und so gut wie alles sollte dir an diesem Kleidungsstück gefallen (Passform, Farbe, der Stoff).

  1. Was soll entrümpelt werden? Diese Frage stellt man sich oder man ist sich dessen im Klaren. Beispielsweise soll der Kleiderschrank ausgemistet werden
  2. Drei Kategorien: mache bei deiner Kleidung drei Stabel. Auf den ersten Stabel kommt Kleidung die du auf jedenfall behalten willst, weil du sie nur kurz anschauen musst und weißt, dass du sie liebst und dich in ihr wohlfühlst. Auf den zweiten Stabel kommt Kleidung, bei der du dir unsicher bist. Hier musst du dich nicht direkt entscheiden. Und auf den dritten Stabel kommt Kleidung, die du entweder nie trägst (aber schön sein kann), die ungemütlich ist, die nicht deinem Stil entspricht und die du gegebenfalls gar nicht magst.
  3. Die Kiste, die nur ein „vielleicht“ bekommen hat, kannst du dann für einige Wochen verstauen. Solltest du innerhalb der Wochen merken, dass dir ein Kleidungsstück fehlt und du es wirklich anziehen möchtest, kannst du es wieder herausnehmen. Die anderen nicht getragenen Kleidungsstücke einfach entsorgen. Aber am besten Spenden, Verschenken oder verkaufen 🙂dscf1652-kopie

Freundschaften, Beruf, Gewohnheiten:

  • Sei dir im Klaren darüber, was dir bei Freundschaften gut tut und was nicht. Ja, es ist sehr schwer sich klar zu werden, wenn eine Freundschaft nicht gut für einen ist. Aber es ist sehr befreiend, Menschen loszulassen, die einem nicht gut tun. Man muss hier keine „Freundschaft kündigen“, man kann sich einfach distanzieren. Oft gehen Wege automatisch auseinander, wenn man nicht mehr so eine große Verbindung zueinander hat, wie zu früheren Zeiten.
  • Werde dir klar darüber, ob du in diesem Beruf, den du hast glücklich bist. Ich rede nicht davon einfach zu kündigen, wenn man unglücklich ist. Aber man sollte sich nach etwas anderem umschauen, vorallem wenn man weiß in welche Richtung es wirklich gehen soll. Dennoch ist nicht für jeden Menschen die Priorität einen Beruf leidenschaftlich ausführen zu müssen. Ist man dennoch zufrieden mit der Tätigkeit sollte man natürlich dabei bleiben. Dennoch ist es gut, zu reflektieren, ob einem der Beruf auch einen Mehrwert bringt.
  • Gewohnheiten: Wir alle haben sie und einige davon können belastend sein. Auch gerade, wenn man davon zu viele zwanghafte hat. Hier kann es schon helfen, wenn man sich darüber im Klaren wird und jedes Mal, wenn die Gewohnheit auftritt etwas versucht zu ändern. In eine Richtung der Einfachheit.

Bereiche, die ausgemistet werden:

  • Es gibt so viele Bereiche, die man ausmisten kann. Siehe dies aber als einen längeren Prozess an, der nicht schnell abgearbeitet ist. Auch wenn du deinen Kleiderschrank einmal entmistet hast, kommen bestimmt neue Klamotten dazu, die dann doch wieder weg können. Dennoch geht man viel bewusster beim nächsten Kauf eines Kleidungsstückes vor. Auch ist es gut, sich zu beschränken und nur Dinge zu kaufen, die man auch wirklich braucht. Hier abwägen und entscheiden. Oder man tauscht ein neues Stück gegen ein altes Kleidungsstück aus, als Regel. Ich mache mir oft eine Liste mit Dingen, die ich mir wünsche und kaufe sie nicht direkt. Manchmal streiche ich wieder welche, weil mir klar wird, dass ich sie nicht wirklich haben will. Spontanes Shoppen ist sehr fatal, wenn man einfach alles kauft, was man schön findet. Besser weiß man vorher, dass man z. B. nur ein T-Shirt und eine Jeans braucht und schaut gezielt danach. Die Dinge laufen einem nicht weg. Es gibt immer genug schöne Dinge zu kaufen 😉
  • weitere Bereiche, die man ausmisten kann sind z. B. Küchenutensilien, die Schränke im Bad mit abgelaufenen Kosmetikartikeln oder Medikamenten, doppelte Gegenstände, Schminke, gelöcherte Bettlaken, Schmuck, Bücher, Cds, Schul- oder Studienmaterialien und so weiter.
  • Manche Menschen gehen sogar soweit, dass ihnen beispielsweise bewusst wird, dass sie komplett ohne Cds leben möchten und nur noch über Ihren Ipod oder das Internet Musik hören. Oder man entscheidet sich gegen Bücher und nutzt stattdessen die Bibliothek oder ein Kindle. Es gibt da viele Möglichkeiten zu Alternativen.
  • Wichtig ist, dass einem klar ist, dass jeder seine eigene Art hat. Minimalismus bedeutet für mich nicht, dass man nur 5 Shirts, 2 Hosen und 1 Paar Schuhe besitzen darf. Die Art und der Umfang an Dingen sind individuell. Einige können komplett auf Schminke verzichten, aber dafür nicht auf CDs. Finde deine Art des Minimalismus heraus und beschränke dich nicht zu sehr.

Was brachte mit das Ausmisten?

  • Ich kaufe bewusster ein und ich shoppe nur, wenn ich wirklich etwas neues haben möchte. Ich kaufe mir Dinge, die nicht doppelt im Kleiderschrank liegen, aber z. B. mag ich es, verschiedene Varianten eines Kleidungsstückes zu haben und genug Auswahl. Z. B. unterschiedliche Jeans (dunkelblau, hellblau, grau, schwarz) und auch unterschiedliche Hosenarten wie Jeans, Anzughose, Capri, Shorts.
  • Ich achte mehr auf Qualität. Bei Kosmetik kaufe ich so natürliche wie möglich und bei Kleidung achte ich darauf, dass sie nicht einläuft und aus einem Material ist, dass so natürlich wie möglich ist (Baumwolle, Viskose, Modal).
  • Alles wurde klarer und geordneter. Mein Zimmer erscheint nicht mehr so zugestellt zu sein 🙂
  • Es macht soviel Spaß, dass man immer wieder einfach so ausmisten möchte 😀 Wirklich!

Empfehlung: Marie Kondo – Magic Cleaning

Zudem ist mein Beitrag zu empfehlen über „Freunde gehen lassen“: https://loewenherzvegan.wordpress.com/2016/12/17/freunde-gehen-lassen/

Was habt ihr für Erfahrungen mit Minimalismus? Lasst es mich gerne wissen 🙂


Euch wünsche ich noch einen wunderschönen Tag ❤

Eure vegane Löwenliebhaberin ❤


Facebook: https://www.facebook.com/Löwenherz-Vegan-319829301553398/

2 Gedanken zu “Minimalismus – Ein Einstieg

  1. Hallo Löwenherz,
    Du hast in deinem Beitrag wertvolle Tipps und Hinweise gegeben, warum ein minimalistischer Lebenstil sehr erfüllend sein kann und wie man die ersten Schritte umsetzen kann. Gerade die soziale Ebene wird hier beim „aufräumen“ gerne mal vergessen und ich finde es super, dass du sie mit aufführst.
    Liebe Grüße und mach weiter so!
    Alina

    Liken

    1. Hallo Alina 🙂
      Danke dir, das freut mich, dass dir der Beitrag gefallen hat.
      Ich denke Minimalismus kann sogar über mehr Ebenen gehen, als die hier angesprochenen. Alles kann da gar nicht in einem Beitrag besprochen werden, es sind ja sogar noch Denkweisen und Gewohnheiten da, die einem „zuviel“ erscheinen, weil sie überlasten. Das kann man sehr gut selbst mit der Zeit herausfinden, indem man sich damit beschäftigt.
      Vielleich interessiert dich in diesem Sinne dieser Beitrag von mir: https://loewenherzvegan.wordpress.com/2016/12/17/freunde-gehen-lassen/

      Gefällt 1 Person

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