John Chicago & die Güte der Gewohnheit

Die Ausstellung „Die Güte der Gewohnheit“ im „Peng Caesar“ (Kyffhäuserstr. 43, 50674 Köln, 24.Mai 2013 ) des Fotografen und Künstlers John Chikago, der selbst nur von ausgewählten Personen an dem Abend der Eröffnungsfeier mit einem anderen Namen bekannt ist, war ein einziges Durcheinander, ein lebensfrohes Spektakel.

Nicht nur wurden John Chikagos Fotografien ausgestellt, sondern auch die Modestücke des Designers Ansgar, welchem das Geschäft in dem die Feier stattfand, gehört. Auch wurden einige Möbelstücke präsentiert. John Chikago präsentierte derweilen seine Musikfilme, die er mit ausgewählten Szenen staffiert hat und dazu elektronische Musik unterlegt hat. Um 19 Uhr begann die Ausstellung, es wurden Getränke und Speisen gesponsert und um 22-23 Uhr war es so proppevoll in dem Ladenlokal, dass alles ein Mix aus einer privaten Party, einer Ausstellung und einem Freundestreff glich.

Eine Sängerin gab dem ganzen Abend den letzten Schliff, mit ihrer Akustik Gitarre, sang sie liebliche Lieder und verlieh den Gästen eine noch bessere Stimmung, welche vor ihr auf dem Pelzteppich saßen und ihr ruhig zuhörten und zuschauten.

PengCeasar

Das Publikum war jung und alt, jeder unterhielt sich mit jedem. Auch wurden Stickies rumgereicht, passend zu den Fotografien, die teils bekannte Größen der 70er Jahre, aber hauptsächlich Kölner Gesichter darstellten. Diese Gesichter sind die des Bekanntenkreises John Chikagos, welche zum größten teil auch an dem Abend gute Stimmung verteilten, John Chikago kennt halb Köln.

Jugendgruppen kamen, auch wegen der Freigetränke, aber auch wegen der alternativ-gerichteten Ausstellung, so was sieht man nicht mehr alle Tage, leider. Denn John Chikago versteht es, die Menschen in eine Welt zu ziehen, die einmal war und diese lohnt sich wieder auf erleben zu lassen. Eine Welt, in der er selbst lebt und gelebt hat, die 70er Jahre, verbunden mit der Gegenwart und der Zukunft.

Ein weißer Vorhang, in dem Schlitze geschnitten wurden, hing vor den „erotischen“ Fotografien. Doch noch vor Mitternacht, wurde der Vorhang einfach abgehangen, passend zur Stimmung. Die Kölner Presse kam um sich ein Bild von der Ausstellung zu machen und auch um den Fotografen John Chicago zu interviewen und zu fotografieren.

Für den Künstler selbst war der Abend gelungen, jedoch ist er frühzeitig gegangen, da er sehr müde war. Wer ihn kennt, weiß was ich damit sagen will. Die Stimmung jedoch zog sich weiter durch den Abend und verlor ihre Fröhlichkeit nicht. Es wurde noch lange getanzt, bis in die frühen Morgen-Stunden. Auch sind die Gäste gegenüber in die Kunstdruckbar des Besitzers Thomas gegangen, wo einige andere Collagen John Chikagos hingen.

Folgen soll eine weitere Ausstellung, wann diese sein wird, kann John Chicago nicht preisgeben, denn er weiß es selbst noch nicht genau. Lassen wir uns also überraschen und freuen wir uns darauf.

Zu mir: ich denke oft an diesen Abend zurück. Es war ein gelungener Abend ganz im Sinne dieses Mannes. So lebt er in den Herzen der Menschen weiter, die ihn kennen und lieben. Seine Arbeit und sein Wesen wird nie in Vergessenheit geraten.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s